Inklusion und Barrierefreiheit

Die INKLUSIVE Trendsportart Juggersport

Die Interaktion beim Juggersport zwischen den Beteiligten ist sehr hoch und um erfolgreich im Sinne des Spielzieles zu sein muss man miteinander kooperieren, deswegen ist, obwohl der Juggersport in erster Linie ein Wettkampfsport ist, das inklusive Potenzial vom Juggersport sehr hoch. Hier soll aufgezeigt werden, wie wir das inklusive Potenzial nutzen.

Eines unserer wichtigsten Ziele in der inklusiven Arbeit ist die Förderung des Selbstwertgefühls und eines stabilen Selbstbildes deswegen sind die Stärken der Spieler von großer Wichtigkeit. Es ist beim inklusiven Juggersport besonders wichtig, ressourcenorientiert zu arbeiten. Hier ist es besonders wichtig, jeder und jedem einzelnen die Plattform zu geben, um seine Ressourcen den anderen zur Verfügung zu stellen – zu zeigen, was in ihr steckt. Dafür müssen die Trainingsmethoden entsprechend der Fähigkeiten der Teilnehmenden angepasst werden und die Trainer genau die Fähigkeiten der Spieler kennen und einen Weg suchen diese aufzuzeigen. Die hohe emotionale Beteiligung aller Teammitglieder beim Juggersport steigert das Gemeinschaftsgefühl und führt dazu, dass alle mit ihren Fähigkeiten in unterschiedlichen Rollen zum Erfolg beitragen. So werden vor allem die Barrieren im Kopf, also Vorurteile im Prozess eines inklusiven Juggersports Stück für Stück abgebaut. Und das ist das zweite Ziel unser inklusiven pädagogischen Arbeit.

Um diese beiden Ziele zu erreichen müssen Barrieren abgebaut werden und die Regeln entsprechend der Potenziale der Teilnehmenden verändert werden, sodass jede/r seine Fähigkeiten einbringen kann. Außerdem kann notwendige Assistenz einzelner Teammitglieder von der Seitenlinie oder auf dem Spielfeld durch Assistenztrainer übernommen werden.

  • Das Trefferfeld von Teammitgliedern wird auf den Oberkörper begrenzt.
  • Die Wartezeit beim Treffer wird verlängert oder verkürzt.
  • Die Mobilität wird gewährleistet. (Rollischieben, Sehbehinderte führen)
  • Das Mahl und der Jugg können verändert/vergrößert werden.
  • Die Pompfen können verändert/vergrößert oder am Körper fixiert werden.
  • Die Spieleranzahl kann variiert werden.

Bei uns hat es sich außerdem bewährt Teammitglieder, die schlecht im Raum orientiert sind oder taktischen Strategiezügen nicht aus dem Spiel heraus folgen können von der Seitenlinie zu choachen. Von diesem Choaching profitiert natürlich die ganze Mannschaft.

Im selbstverständlichen Miteinander begegnen sich auf dem inklusiven Juggerfeld die unterschiedlichsten Menschen um gemeinsam Sport zu betreiben. Dabei steht fairplay und der wertschätzende Umgang untereinander an oberster Stelle. So zeigt jeder selber an, ob er getroffen wurde und wenn jemand einen Gegenspieler am Kopf trifft muss er selbst kurz aussetzen.

Bei der Umsetzung von Jugger als inklusiver Breitensport wird die Vielfalt der Menschen als Qualität anerkannt und als Bereicherung des Sportes verstanden.